Pro Bono

Adler

Der Schutz gefährdeter Vogelarten liegt uns am Herzen. Besonders betroffen durch Bau und Betrieb von Großwindanlagen ist der Rotmilan, der sehr störungsempfindlich ist und zugleich kein ausgeprägtes Meideverhalten gegenüber den riesigen Rotoren zeigt, deren Spitzen Geschwindigkeiten von fast 300 km/h erreichen. Daher führen die immer häufiger zur Errichtung von Großwindanlagen durchzuführenden Waldarbeiten zur schnellen Brutaufgabe des Rotmilans, wenn sich sein Horst in der Nähe befindet. Vögel dieser Art verunglücken zudem im Vergleich zu anderen Greifvögeln besonders häufig an Windkraftanlagen. Die Bilder, die die Reste der majestätischen Vögel zeigen, zerteilt durch die inzwischen riesige Flächen überstreichenden gigantischen Rotorblätter, sind unerträglich! Rechtswidrig wird heute schon oft in der Weise geplant: „Wir schauen im Betrieb, was dann an Vögeln und Fledermäusen unter den Rädern liegt und reagieren dann…“ Das ist offenkundig rechtswidrig – so kann es nicht weiter gehen! Die Schlagopferzahlen sind schon jetzt viel zu hoch.

Die Windkraftanlagen bedrohen schon jetzt den Bestand des Rotmilans. In Rheinland-Pfalz ist der Bestand seit der massiven Besetzung des Landes und seiner Wälder mit Großwindanlagen bereits um 15% zurückgegangen. Das ist besonders tragisch deswegen, weil Deutschland als Hauptbrutgebiet für den Erhalt dieser streng geschützten Art die Hauptverantwortung trägt.

Die Politik hat offensichtlich den Schutz des Waldes und der Arten inzwischen zugunsten der Windkraft-Ideologie über Bord geworfen. Wir setzen uns für den Schutz des Rotmilans und anderer Tierarten ein, weil uns der Erhalt der Biodiversität in Deutschland, dem bisher artenreichsten Land Europas, ein echtes Herzensanliegen ist.

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Mit dem Schutz der Tiere einher geht der Schutz der Wälder als deren natürliches Lebensumfeld. Leider haben die deutschen Länder den früheren Schutz des Waldes zugunsten einer ökologisch unsinnigen Windkraft-Ideologie aufgegeben.

Häufig werden nun für den Bau von neuen Windkraftanlagen Waldgebiete gerodet – oft weitaus mehr als die beschönigend vorgeschützten 0,25 – 0,4 ha pro Windrad. “In manchen Fällen wurden willkürlich mehrere ha pro Windrad dem Erdboden gleichgemacht (vgl. das von der Stadt Ottweiler angerichtete „Jungenwald-Massaker“ Link). Kahlrodungen sind schwere Eingriffe in das natürliche System, die Auswirkungen auf die Biodiversität, den Wasserkreislauf, das Klima sowie die Schutzfunktion des Waldes haben. Für Vögel und andere Tiere kommt es so zur Störung von Brut- und Raststätten sowie zum Verlust von essentiellen Habitaten. Aus den genannten Gründen, insbesondere der im Wald vorherrschenden hohen Biodiversität, vertreten wir die Auffassung, dass Waldgebiete ganz generell für die Errichtung von Großwindanlagen ungeeignet sind und nicht als Vorrangflächen ausgewiesen werden dürfen. Die Bundesrepublik Deutschland trifft hier eine Schutzpflicht aus Art. 20a des Grundgesetzes.

Wir setzen uns dafür ein, dass die faszinierenden Lebensräume der deutschen Wälder, der artenreichsten Habitate Europas, nicht noch weiter durch den ausufernden Ausbau von Großwindanlagen noch weiter zerstört werden.

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Entwurf einer proportionalen Netto-Einkommenssteuer (PDF)